Frühjahrsausstellung der 11. Literarischen Tage geplant

Seit nun 2011 holt die Kater Mediengruppe gemeinsam mit dem Verein Child’s Horizon e. V. (Lese- und Bildungsförderung) und der Tageszeitung Rheinischer Spiegel im Frühjahr und Herbst zeitgleich zu den deutschen Buchmessen in Leipzig und Frankfurt Neuerscheinungen sowie Backlisttitel zahlreicher Verlage nach Viersen für die Lesehungrigen, die die Reise zu den europaweit größten Buchmessen nicht auf sich nehmen können. Durch die wachsende Beliebtheit haben sich die Literarischen Tage zu einer Wanderausstellung gewandelt, die jedoch immer an einen festen Mittelpunkt gebunden ist, der aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr leider wegfallen muss.

Trotzdem möchten die Initiatoren nicht auf die Literarischen Tage im 11. (närrischen) Jahr verzichten. Je nach Genre wandern die Bücher durch Kindergärten, Schulen oder passende Einrichtungen für Erwachsene (zwischen den Ausstellungen werden Desinfektionsmaßnahmen erfolgen), der bisher öffentliche Ausstellungsteil wird von Schaufenstern in und um Viersen aufgefangen.

Leseratten erhalten vom 24. bis 30. Mai 2021 bei der 11. Auflage einen Überblick über die aktuellen Neuerscheinungen und Backlisttitel.

Kaufmann, Eckhard

Eckhard Kaufmann

Übersetzer | Eckhard Kaufmann, Jahrgang 1956, ist in Hameln geboren. Nach seinem Studium der Biochemie an der Universität Göttingen und einem mehrjährigen Forschungsaufenthalt bei Sir Aaron Klug in Cambridge wechselte er an die Universität Ulm, wo er heute als habilitierter Biochemiker arbeitet.

Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit interessiert er sich für die griechische Sprache und Literatur und übersetzte gemeinsam mit Kyro Ponte den Roman von Dimitris Nikou „Die Prostituierten des Denkens“ (Saita Verlag, 2017).

 

Ponte, Kyro

Kyro Ponte

Übersetzer | Kyro Ponte (eigentlich Kyriakos Sidiropoulos) entstammt einer griechischen Familie und wurde 1972 in Esslingen a. N. geboren. Er ist promovierter Neurowissenschaftler und Linguist.

Neben wissenschaftlichen Veröffentlichungen verfasste er eine Reihe literarischer Texte, u. a. den Roman „Ein merkwürdiger Fremde“ (Govostis Verlag, 2019), den Erzählband „Der Apfel fiel aus Venus linker Hand“ (Größenwahnverlag, 2015), den Gedichtband „Τα της μνήμης και του έρωτα“ (dt. Gedichte der Erinnerung und der Liebe, 2017) und übersetzte die Kettenerzählung „Das letzte Adieu“ von Vassilis Vassilikos ins Deutsche (edition buntehunde, 2009). Ponte war Gründer des Literaturportals Inlitera, aus dem die Anthologie „Netzwerke“ (2007) hervorging, sowie eine Reihe von Interviews mit Autoren (u. a. mit Petros Markaris, Herbert Rosendorfer, Yoko Tawada und Vassilis Vassilikos).

 

Corteau, Auguste

Auguste Corteau

AUTOR | Auguste Corteau (Pseudonym von Petros Chatzopoulos) ist ein griechischer Schriftsteller und Übersetzer, der 1979 in Thessaloniki geboren und dort aufgewachsen ist.
Er studierte an der Medizinischen Fakultät seiner Heimatstadt und veröffentlichte im Jahr 1999 seine erste Sammlung von Kurzgeschichten mit dem Titel „Das Buch der Laster“.

In seinen ersten Büchern war er von den Werken Marquis de Sade beeinflusst, später befasste er sich mit Themen wie Tod, Depression (unter der er auch leidet), Mutterschaft und Liebe. Der Selbstmord seiner Mutter, die unter einer bipolaren Störung litt, hatte einen entscheidenden Einfluss auf seine Werke. Ihr Leben wird literarisch im Roman „Katerina“ aufgearbeitet, der im Jahr 2014 auch auf die Bühne von George Nanouris übertragen wurde. Neben seinen Romanen veröffentlichte er Gedichte, Theaterstücke und Kinderbücher und übersetzte vor allem Werke der modernen amerikanischen Literatur (John Updike, Annie Proulx, Cormac McCarthy). Er schrieb auch das Drehbuch und die Musik zu Giorgos Panousopoulos Film „Testosteroni“.

Im Jahr 2004 gewann Corteau den griechischen Nationalbuchpreis für Kinderliteratur und den IBBY-Preis für den besten Kinderroman. Zehn Jahre später war er als Gastdozent an der International Writing Program Fall Residency an der Universität Iowa eingeladen.

Corteau kämpft gegen sexuelle Diskriminierung und Gewalt gegen sexuelle Minderheiten in Griechenland. Für seine Thesen wurde er mehrmals verbal angegriffen. Im November 2014 heiratete er seinen Partner im Staat New York. Am 25. Januar 2016 unterzeichneten sie einen Partnerschaftsvertrag und waren somit eines der ersten Paare, die diese Vereinbarung in Griechenland in Anspruch genommen haben.

 

Der Sohn der Mona Lisa | Auguste Corteau

Der Sohn der Mona Lisa | Ο γιός της Τζοκόντα
Deutsch-griechischer Roman

Auguste Corteau berichtet in seinem Roman von der herzzerreißenden Trennung zwischen Leonardo da Vinci und seiner Mutter im Alter von fünf Jahren.

Die Erzählung fußt auf den Kindheitserinnerungen des berühmten Malers, denen Sigmund Freud eine Abhandlung widmete. Der Kulturtheoretiker sowie Tiefenpsychologe kam zu dem Schluss, dass der Künstler ein Leben lang nach der Figur seiner vorzeitig verlorenen Mutter suchte und diese endlich im Gesicht der lächelnden Lisa Gherardini wiederfand. Das populäre Porträt könnte eine geheime und ununterbrochene Hymne an die Mutterschaft sein.

„Allerdings gab es auch einen weiteren Grund, weshalb ich diese Geschichte geschrieben habe. Es war der Verlust meiner eigenen Mutter, den ich bereits vor ihrem Tod durchlebte und der mich zwang, nach deren Gestalt und deren Trost zu suchen, als wäre ich bereits ein Waisenkind. Ich glaube, dass meine Mutter Katerina deswegen weinte, als ich ihr diese Geschichte vorgelesen hatte. Sie erkannte darin den Schmerz des Verlustes hinter dem Schein der unsterblichen Liebe. Und fast schicksalhaft war „Der Sohn der Mona Lisa“ mein letztes Buch, das ich ihr vorgelesen hatte.“

ISBN 978-3-944514-37-6 | zweisprachig – deutsch/griechisch
9,90 Euro | 148 Seiten | Taschenbuch
Aus dem Griechischen von Kyro Ponte und Eckhard Kaufmann

Herzlichen Glückwunsch Alexander Apalkow!

Wir sind stolz unseren Autor, Kunsthistoriker und Regisseur Alexander Apalkow beglückwünschen zu dürfen!

Der bei uns in deutscher Sprache erschienene Titel „Irodiada und der Spiegel der Revolution“ wurde aus 150 Bewerbungen beim internationalen Literaturwettbewerb der Zeitschrift „Littera Nova“ (http://liter-rm.ru/itogi-konkursa-2020.html) ausgewählt und wurde mit dem ersten Platz in der Kategorie „Realismus“ ausgezeichnet.

The Hof – afrikanische Literatur ohne Grenzen

„The Hof“ ist der informelle digitale Tagungsraum der Frankfurter Buchmesse. Er bietet einstündige Networking-Sessions mit Live-Musik, Vorträgen und der Möglichkeit sich in ungezwungener Atmosphäre mit anderen Buchmesse-Enthusiasten auszutauschen. Heute dreht sich alles um afrikanische Literatur ohne Grenzen. Gastrednerin dieser Sitzung ist die südafrikanische Schriftstellerin, Herausgeberin, Kuratorin und Verlegerin Zukiswa Wanner.
Wir sind gerne dabei – weitere Termine sind für den 24.11. und 15.12.2020 geplant. Sehen wir uns?

Heute ist sie gestartet, die 17. Buchmesse in Thessaloniki

Heute ist sie gestartet, die 17. Buchmesse in Thessaloniki. In den beiden Studios in Thessaloniki und Athen sind mehr als 200 Veranstaltungen geplant, die die thematischen Achsen der Ausstellung abdecken. Innovation ist die parallele Übersetzung der Diskussionen, damit sie von Buchliebhabern im Ausland mit einer positiven Hoffnung für das griechische Buch und die intellektuelle Produktion verfolgt werden können.
Alle Veranstaltungen können online verfolgt werden auf https://www.thessalonikibookfair.gr/.