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Von Homer bis Hölderlin: Wie Literatur zwei Nationen verbindet

In einer Zeit, in der kulturelle Verständigung immer wichtiger wird, standen kürzlich die deutsch-griechischen Kulturbeziehungen im Mittelpunkt eines intensiven Gesprächs zwischen der Unternehmerin und Verlegerin Iris Kater und dem griechischen Generalkonsul in Düsseldorf, Vassilis Koinis. Beide betonten eindringlich, dass Kultur weit mehr ist als ein schmückendes Beiwerk: Sie ist Fundament und Brücke zugleich – zwischen Nationen, Generationen und Traditionen.
Von HB-Redakteurin Sabrina Köhler / www.hellas-bote.de

Aktuell – Schon seit Jahrhunderten sind Deutschland und Griechenland kulturell eng verbunden. Deutsche Gelehrte wie Goethe oder Hölderlin fanden Inspiration in der antiken griechischen Dichtung, während griechische Intellektuelle im 19. und 20. Jahrhundert in Deutschland Impulse für ihre nationale Literatur und Bildungsreformen aufnahmen. Auch heute noch prägt dieser Austausch das literarische und kulturelle Leben beider Länder. „Die Literatur ist der Herzschlag der Völkerverständigung“, betonte Iris Kater, die mit ihrem Engagement als Verlegerin immer wieder Plattformen für internationalen Austausch schafft.

Generalkonsul Koinis hob hervor, dass die griechische und deutsche Literatur durch gemeinsame Themen wie Freiheit, Humanität und das Ringen um Identität verbunden seien. „Die Werke unserer Schriftsteller sind Fenster in die Seele beider Nationen. Wenn wir sie öffnen, sehen wir nicht nur Unterschiede, sondern vor allem, wie ähnlich wir in unseren Hoffnungen und Sorgen sind“, so Koinis.

Doch wie kann diese lebendige Verbindung weiter gestärkt werden? Beide Gesprächspartner waren sich einig: Der Schlüssel liegt in Begegnungen. Lesungen, Übersetzungsförderung, gemeinsame Kulturprojekte, aber auch schulische Austauschprogramme könnten die Brücken zwischen jungen Menschen neu schlagen. Digitale Plattformen böten zusätzliche Chancen, Autoren und Leser über Ländergrenzen hinweg miteinander ins Gespräch zu bringen. „Wir sollten die Kultur nicht nur feiern, sondern auch aktiv leben“, fasste Kater zusammen. „Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Herausforderungen zeigt sich wie wertvoll es ist voneinander zu lernen.“

Das Gespräch in Düsseldorf war ein starkes Signal dafür, dass deutsch-griechische Kulturbeziehungen nicht allein Geschichte sind, sondern Gegenwart und Zukunft – getragen von Menschen, die mit Leidenschaft daran arbeiten, Worte in Verbindungen und Ideen in gelebte Freundschaft zu verwandeln. (sk)

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